Inbreeding Coefficient


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Bekanntermaßen gehen alle Morgan Horses auf nur einen einzigen Hengst, Figure aka. Justin Morgan zurück. Im Zuge dieser Tatsache und um eine eigene Rasse zu kreieren, haben Morgan Horse Züchter von Anfang an die direkten Nachkommen Figures miteinander angepaart, um seine überragenden Eigenschaften zu erhalten und zu festigen. Auch wenn der Bestand der Morgan Horses im Laufe der Jahre immer größer wurde, dürfen auch heute nur registrierte Morgans miteinander verpaart werden, wenn man selbst ein reinrassiges Morgan Horse mit Papieren haben will. Je höher der Inbreeding Coafficient, desto verfestigter ist in der Regel das Zuchtmerkmal. Auf diesem Wege wurden bestimmte hervorstechende Eigenschaften, wie zB: besondere Farbe, Größe, Bewegungspotential oder Anderes in der Zucht verfestigt. Das ist der Grund, warum zB. In der Lambert-Familie die Farbe Fuchs so dominant ist, da seit dem Gründer der Linie ,Sherman Morgan, hauptsächlich Füchse miteinander verpaart wurden .

Immer wieder kommt es vor, dass auch Vollgeschwister miteinander angepaart werden, um ein besonders gutes Pferd aus der Essenz der beiden Elterntiere zu erhalten- aus solchen Anpaarungen entstanden und entstehen immer wieder besonders herausragende World Champions. Doch Vorsicht- hier bedarf es eines erfahrenen Züchters mit viel Fachwissen und natürlich zwei Zuchttiere mit optimalem Exterieur und Interieur, damit nicht die falschen Merkmale verstärkt würden. Bei den Vorfahren verfestigte Mängel, z,B. eine schwache Hinterhand oder ein Stellungsfehler, sowie ein schlechter Charakter oder die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten würden mit großer Wahrscheinlichkeit hier bei diesem Fohlen auftreten. Ein Fohlen aus dieser Anpaarung hätte dann einen sehr hohen Inbreeding Coefficient, da Mutter und Vater die selben Vorfahren haben. Alle heutigen Zuchtfamilien wie z. B. Lippitt, Brunk, Western-working, Foundation, Lambert oder Government sind auf diese Art entstanden und werden auch heute noch so weitergeführt, um bestimmte linieneigene Charakteristika zu erhalten und zu verstärken.

Um das Ziel aller Züchter zu erreichen und das Zuchtziel gemäß geltenden Zuchtstandards zu verbessern, sollte man aber jetz auch nicht auf Pferde aus vielen unterschiedlichen Linien, also mit einem niedrigen Inbreeding Coefficient zurückgreiffen, da das Ergebnis solcher Anpaarung sehr weit streuen kann und das Resultat sehr unberechenbar ist.. Der Inbreeding Coefficient ist also eines der wichtigsten Hilfsmittel in den Händen des verantwortungsvollen Züchters bei der Planung seiner Zucht und der Suche nach dem passenden Hengst oder der passenden Stute. Bei einem Inbreeding Coeficient ab 18% sollte man genau wissen, was man tut- man erhält hier sehr wahrscheinlich genau das, was das Pedigree einem prophezeit hat. Und Kennern reicht oftmals ein einziger Blick auf das Pedigree, um eine konkrete Vorstellung von dem Pferd hinter dem Namen zu haben. Der von den meisten namhaften Züchtern favorisierte Inbreeding Coefficient liegt zwischen 10% und 17 % und sichert ein korrekt durchgezüchtetes Rassepferd. Unser Glenmorgan Final Hylight aka. Finn liegt mit seinen 11% genau in dieser Vorgaben; bei ihm betrifft der Inbreeding Coefficinet Upwey Ben Don, das "Horse of the Century", der sechs Mal in Finn`s Pedigree vertreten ist.

Das Pferd, das am häufigsten in Ihrem Pedigree vertreten ist, bestimmt bei Ihnen den Faktor des Inbreeding Coefficient. Wenn Sie nun neugierig auf den Inbreeding Coefficient Ihres eigenen Morgans sind, helfen wir Ihnen gerne bei der Bestimmung!