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Morgans go Barock



Das Morgan Horse- Barockpferd made in USA Ein Barockpferd aus Amerika? Eine amerikanische Barockpferderasse? Geht das denn ? Und wie das geht! Die Geschichte begann im Sommer 1964 als die Spanische Hofreitschule Wien wieder einmal mit ihren Lippizanerhengsten durch die USA und Kanada tourten. Oberst Alois Podhajsky ( "Die klassische Dressur"), damals Leiter der "Spanischen" lernte J. Cecil Ferguson und seinen Deckhengst Parade kennen und war so begeistert von Parade, dass er darum bat, ihn und seinen Sohn Broadwall Drum Major auf die Tour der Lippizaner mitzunehmen. Parade war weder Lippizaner noch Andalusier, er war kein Kladruber oder Friese: er war ein Morgan Horse.

Der Morgan mit Hauptzuchtgebiet an der Ostküste der USA und Kanada war seit der Gründung der Rasse im Jahr 1789 stets ein kompaktes Pferd im Quadrattyp mit starker Hinterhand, schräger Schulter und hoch angesetztem, mächtigem Hals. Alle heute noch eingetragenen Morgans lassen ihre Stammtafeln bis zum Gründerhengst Figure, nach seinem Besitzer auch Justin Morgans Horse oder schlicht Morgan Horse genannt zurückverfolgen und tragen auch heute noch fast alle seiner Eigenschaften in sich. Die Morgans sind die erste eigene Rasse der USA und ihre Zucht wird sogar staatlich gefördert, um sie als Kulturgut zu erhalten- ein in den USA eigentlich unbekannter Gedanke. Oberst Podhajsky war also sofort vom Leistungswillen und der Intelligenz, der Sensibilität und dem hervorragenden Exterieur dieser Pferde angetan und es gibt zahlreiche Aufnahmen, auf denen er Parade sogar selbst reitet. Ebenfalls Begleiter auf dieser Tour war Dr. Brad Starr aus Syracuse, New York . Er beobachtete und lernte und während sie gemeinsam von Show zu Show zogen und er regelmäßig unter Aufsicht von Oberst Podhajsky ritt, reifte in ihm immer mehr die Idee, dass Amerika eine eigene Barockpferderasse haben sollte. Klug sollten sie sein, schön, edel, mit perfekter Balance und üppigem Behang, einem hübschen Kopf , wunderbaren Gängen und hoher Versammlungsfähigkeit. Er suchte also gezielt Morgans mit den für ihn passenden Charakteristika und gründete seine eigene Zucht unter dem Prefix, dem "Firmennamen" Glamorgan Farm, unter Anderem mit den Nachkommen des Hengstes Parade, Pferden mit dem Prefix "Broadwall". Im Jahr 1988 ,als Susen Fischer- Henkel aus Hamburg mit 18 Jahren zum Schüleraustausch in die USA ging, wusste sie noch nicht, dass diese Entscheidung nicht nur ihr Leben, sondern auch das Bild einer ganzen Pferderasse in Deutschland ändern würde. Sie hatte sich für ihr Jahr in den USA irgendetwas mit Pferden gewünscht, ein Gestüt, eine Farm, oder zumindest ein Pony- die langjährige Reiterin und Pferdenärrin war da nicht wählerisch.

Es verschlug sie schließlich auf die Pferdezuchtfarm von Dr. Bred Starr, der mittlerweile schon seit mehr als zwanzig Jahren sehr erfolgreich Morgan Horses züchtete. Dort lernte sie die Rasse der Morgan Horses kennen, ritt erfahrene Pferde im Unterricht oder Gelände, half beim Anreiten der jungen Nachwuchspferde und schlug sich so manche Nacht mit Fohlenwachen bei den hochtragenden, wertvollen Zuchtstuten um die Ohren - ach ja, nebenbei verbesserte sie auch noch ihre Sprachkenntnisse in der Familie und der Schule- schließlich war das ja der eigentliche Zweck ihrer Reise gewesen. Susen Fischer- Henkel verliebte sich schließlich, wie sollte es auch anders sein, in die Rasse des Morgan Horses. Und diese Liebe war nicht nur einseitig: ein kleines dunkelbraunes Hengstfohlen namens Glamorgan Damien verliebte sich offenbar auch in sie, folgte ihr auf Schritt und Tritt, ließ sich nur von ihr zum Schmied, in die Box oder auf die Weide bringen. Morgan Horse Besitzern ist klar: in Amerika wirbt man nicht umsonst mit dem Slogan: The horse that chooses you- Das Pferd, das dich auswählt. Und da auch Familie Starr einsah, dass solch eine Liebe nicht getrennt werden darf, machten sie Susen das Angebot, diesen Hengst am Ende ihres Jahres mitzunehmen. Unter der Prämisse, mit Glamorgan Damien in Deutschland eine Morgan Horse Zucht im Sinne von Dr. Brad Starr aufzubauen und sein selbst in Amerika mit seinen tausenden registrierten Morgans nur noch äußerst seltenes und heißbegehrtes Blut nach Europa zu bringen, überließen sie ihn dann Susen und nachdem das Jahr um war, flogen beide ihrem neuen Schicksal und ihrer neuen Aufgabe entgegen. " Die Bekanntmachung des Morgan Horses und die Etablierung dieser ganz besonderen Rasse in Deutschland hat mir von Anfang an immer am Herzen gelegen. Meine Zuchttiere habe ich sorgfältig ausgesucht und gezielt verpaart, um das optimale barocke Morgan Horse zu erhalten. Leichtrittigkeit, ein menschenbezogenes Wesen, ein umgänglicher kooperativer Charakter und natürlich ein anmutiges , schönes, elegantes Pferd für ambitionierte Freizeitreiter- diese Pferde züchte ich seit mehr als zwanzig Jahren unter dem Glenmorgan Prefix. Meine Begeisterung für diese Rasse ist ungebrochen, ein Leben ohne meine Morgans ist , frei nach Loriot, möglich aber sinnlos." Als Damien alt genug war, entschied Susen, das ihr "nur" eine Anerkennung der amerikanischen Zuchtszene nicht genügen würde, nein, auch vor einer deutschen Kommission sollte ihr Hengst bestehen. Und so wurde Damien der erste gekörte und leistungsgeprüfte Morgan Horse Hengst in Deutschland- der anerkannte Vertreter von Amerikas Barockpferderasse. Seine Qualitäten als Vererber sprechen für sich; über mehr als ein Jahrzehnt stammten alle in Deutschland gekörten Morgan Horse Hengste aus der Glenmorgan-Zucht. Selbstverständlich ist Damien rassetypisch äußerst vielseitig begabt und so verwundert es nicht, dass er und seine Besitzerin im Laufe der Zeit immer wieder erfolgreich Ausflüge in andere Sparten des Reitsports machten, aber die Liebe zur klassischen Dressur überwog schließlich jedes Mal. Jahrelang zeigten sie ihr Können bei Auftritten mit der Showgruppe "Classico Iberico" oder auch solo bei Messen oder Events . Als langjährige Schülerin von Bent Branderup und Mitglied der Ritterschaft der Akademischen Reitkunst bildete Susen Damien bis zur Levade aus und Besucher staunen nicht schlecht, wenn Damien inmitten der Herde der Zuchtstuten mit ihren Fohlen nur am Halfter oder Halsring perfekte Piaffetritte und Levaden zeigt. Ihre Morgan Horse Zucht , die sie in Hommage an ihren ehemaligen Mentor Dr. Starr Glenmorgan Farm nannte , ist unter diesem Namen als ältestes deutsches Morgan Horse- Gestüt in Deutschland bekannt . Besonders stolz ist S. Fischer-Henkel auf den internationalen Erfolg ihres Zuchtprogramms: " Nachkommen meiner Zuchtpferde haben schon Körsieger in mehreren europäischen Ländern gestellt und es werden sogar aus dem Ausland Morgans mit Glenmorgan-Blut re-importiert. " Mittlerweile haben Einige die Idee der Dressurausbildung für ihre Morgans in Deutschland aufgenommen und vor allem Besitzer von Pferden aus der Glenmorgan-Zucht mit den von Oberst Podhajsky favorisierten Kriterien haben sich oftmals der Hohen Schule oder aber zumindest der englischen Dressur verschrieben. Neben dem dunkelbraunen gekörten Deckhengst Glenmorgan Leroy Brown, im Besitz der Grinmorgan Farm in Fockbek, Schleswig-Holstein, der regelmäßig bis Klasse M auf Turnieren startet, ist da auch Glenmorgan Nyx Surprise, Körsieger und Träger des Ehrenpreises der Stadt Aachen bei seiner Körung beim Rheinischen Pferdestammbuch im Jahr 1997. Nyx wurde zunächst mehrere Jahre als Deckhengst auf der Glenmorgan Farm aufgestallt und nach der Akademischen Reitkunst barock ausgebildet, ging dann nach Belgien und Frankreich, um den dortigen Genpool zu bereichern und ist schließlich im Besitz von Pferdetherapeutin und Reitlehrerin Manuela Lehmann, die Nyx im nächsten Jahr bei Barockpferdepapst Richard Hinrichs während ihrer Prüfung zum FN Barockpferdetrainer C vorstellen will. " Nyx ist eins der schönsten Pferde, die ich jemals gesehen habe", schwärmt Manuel Lehmann. "Ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich endlich die Möglichkeit bekam, ihn zu kaufen." Doch M. Lehmann war so infiziert mit dem " Morgan-Virus", dass sie zusätzlich auch noch den palominofarbenen Junghengst Justin Triumphant aus England importierte und 2011 kören ließ. Lissa Jonetat, Schülerin von Susen Fischer-Henkel , freut sich über die enormen Fortschritte, die ihr Morgan-Wallach Sox dank der barocken Dressur macht. Nachdem Sox zuerst Western geritten wurde, kommt ihm die neue Reitweise sehr zu Gute. " Er wird immer ausdrucksvoller, ist motiviert und total zufrieden", so L. Jonetat. Auch Tanja Friedburg, Kingsmoor Manor , kann es kaum erwarten, dass ihr kleiner Hengst Glenmorgan Ben Ruby endlich in die Fußstapfen ihres Ponys Baccaro passt. " Unser Ruby ist mit seiner Aufrichtung und seiner schnellen Auffassungsgabe das absolute Pferd meiner Träume. Dank Susen Fischer-Henkel, die mir die barocke Reitkunst nähergebracht hat, habe ich mich gezielt nach einem Barockpferd umgesehen. Als der kleine Ruby dann geboren war, stand sofort fest: das ist mein Pferd. Was lag für mich näher, als ein Pferd ihrer renommierten Zucht zu kaufen? " Glenmorgan Final Hylight ,der von seiner Besitzerin Stefanie Niggemeier, Barocke Pferdeausbildung komplett an der Hand bis zur Hohen Schule ausgebildet wird, wurde speziell zu diesem Zweck ausgesucht . " Mein Traum war es schon immer, anspruchsvolle Lektionen nur am Boden zu erarbeiten. Zwar reite ich manchmal auch und unterrichte auch in der Barocken Reitkunst, aber mein Pferd soll diesen nicht so konventionellen Weg beschreiten. Wie jedes gute Barockpferd, das bis zu 55 verschiedene Stimmhilfen unterscheiden kann, ist Finn ( so sein Spitzname) unglaublich fein zu arbeiten und ist sehr fleißig und entgegenkommend." Erst sechsjährig beherrscht er selbst anspruchsvolle Lektionen wie Pirouetten, Pesaden oder Piaffe an der Hand oder dem Langzügel- mit seiner menschenbezogenen Sensibilität und seinem Lerneifer bietet er sich völlig ohne Zwang an- oberstes Ziel der klassischen Dressur . Auch JEM Bandit im Besitz von der Ritterin der Akademischen Reitkunst Claudia Weiser ist nach klassisch-barocken Prinzipien ausgebildet und wird als Lehrpferd eingesetzt. Diese Züchter und Morgan Hose Besitzer haben sich vor fünf Jahren unter dem Namen Germanmorganhorse zusammen gefunden, um ihre Idee der Zucht und Ausbildung für diese

wundervollen Pferde zu propagieren- auch wenn mittlerweile auch Besitzer und Züchter von Morgan aus der ganzen Welt, die ihre Pferde zum Teil anders ausbilden Teil des Projekts geworden sind. Der Traum vom amerikanischen Barockpferd, den Oberst Podhajsky und Dr. Brad Starr vor 50 Jahren träumten- er ist inzwischen in Deutschland wahr geworden!


Steffi Niggemeier
Germanmorganhorse.com

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